integrativ - individuell - familiär

Schulentwicklung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christine Tembrink   
Mittwoch, den 09. März 2016 um 18:15 Uhr

Im Rahmen der Schulentwicklungsarbeit bzw. des Qualitätsmanagements stehen an unserer Schule zurzeit folgende Konzepte im Vordergrund. Die Konzepte werden fortlaufend evaluiert, angepasst und weiterentwickelt.

 

1. RTI (Response to intervention), Baustein Lesen

Der Begriff RTI bezeichnet einen Förderansatz, der auf die Prävention von Lernschwierigkeiten und die Integration bei sonderpädagogischem Förderbedarf abzielt. Er stellt zudem eine alternative Form der Feststellung von Lern- und Entwicklungsbeeinträchtigungen dar.

Hauptanliegen ist es, unterrichtliche Maßnahmen so zu gestalten, dass jeder Schüler davon profitieren kann. Ob dies gelingt, wird auf Grundlage der Reaktionen der Kinder (Response) auf die pädagogischen Angebote (Intervention), welche sich in der schulischen Leistungsentwicklung zeigen, gemessen.

Kernmerkmale des RTI-Konzeptes sind die stufenweise aufgebauten Maßnahmen und Diagnoseverfahren auf mehreren Förderebenen. Diese Maßnahmen ermöglichen es den Lehrkräften, Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Das Kollegium bildet sich zurzeit in verschiedenen Fortbildungsmaßnahmen zu diesem Thema weiter. Besonderen Fokus legen wir innerhalb des Konzepts RTI auf den Baustein Lesen, um Kinder sehr frühzeitig bei eventuellen Schwierigkeiten im Leseprozess unterstützen zu können. Dies erachten wir als besonders wichtig, da die Kulturtechnik des Lesens Grundlage für den Lernerfolg in sämtlichen anderen Lernbereichen und Fächern darstellt.

2. Sozialkompetenztrainings

(in Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischen Dienst des Kreis Viersen)

Klasse 1/2: Verhaltenstraining „Ich bin ich und du bist du“

  • Gezielte Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen von Schulanfängern
  • Frühzeitige Vorbeugung von oppositionellem und aggressivem Verhalten
  • Die Trainingsaufgaben sind in eine altersgerechte Rahmenhandlung, eine Schatzsuche, eingebettet.
  • Chamäleon-Handpuppe Ferdi führt kindgerecht durch das Programm.
  • Jede Trainingsstunde hat eine feste Struktur:

--> Entspannungsübung

--> Durchführung von Übungen/Aufgaben/Rollenspielen

--> Reflexion

Klasse 3/4: Verhaltenstraining „Ich traue mir was zu“

  • Förderung sozialer, emotionaler und moralischer Entwicklung von Grundschulkindern
  • Aufbau von Fairness, Selbstverantwortung, Zivilcourage
  • Die Trainingsaufgaben sind in eine altersgerechte Rahmenhandlung, das Detektivhörspiel „Abenteuer auf Duesternbrook“, eingebettet.
  • Einsatz eines Verstärkerplans
  • Jede Trainingsstunde hat eine feste Struktur:

--> Hörspiel

--> Durchführung von Übungen/Aufgaben/Rollenspielen

--> Reflexion

Die präventiven Verhaltenstrainings wurden vor dem Hintergrund internationaler Präventionsprogramme erarbeitet. Die Evaluationsergebnisse bestätigen die Wirksamkeit dieses Trainings: die Kinder haben ihr Sozialverhalten durch das Training signifikant verbessert.

Da wir an unserer Schule, im Besonderen begründet durch den integrativen Ansatz, großen Wert auf das soziale Miteinander, auf Toleranz und Akzeptanz aller am Schulleben beteiligten Personen legen, passt dieses Training perfekt in unser Schulprogramm. Den Kindern macht es sehr viel Spaß und in der ersten Evaluation konnten schon positive Effekte bezüglich der Klassengemeinschaft und der Strategien zur Wutkontrolle oder Streitvermeidung beobachtet werden.

3. Medienkonzept

Bedingt durch gesellschaftliche bzw. technische Entwicklung wird der Umgang mit digitalen Medien immer bedeutsamer. Schon in den weiterführenden Schulen werden (gemäß Lehrplan des Landes NRW) Basiskompetenzen am Computer vorausgesetzt. Um unsere Schüler gut für ihren weiteren schulischen sowie beruflichen Weg vorzubereiten, haben wir an unserer Schule ein Medienkonzept entwickelt, dass die sogenannten „neuen Medien“ in den Unterricht integriert. Es beinhaltet folgende Bausteine:

  • Arbeit mit digitalen Tafeln (Smartboards)
  • Computer mit Lernsoftware und Internetzugang in allen Klassen
  • mobile Tablet- bzw. Notebookklasse
  • Durchführung des „Medienpass NRW“ in Klasse 3/4:

- Aufbau/Funktionsweise eines PCs kennenlernen

- Basiskompetenzen in Textverarbeitungsprogrammen erwerben

- Internetrecherche/ Kindersuchmaschinen nutzen

- Online-Lernprogramme kennenlernen und nutzen

- verantwortungsbewusster Umgang mit neuen Medien/ Suchtgefahren

- Sensibilisierung der Schüler gegenüber Gefahren im Internet

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 08. März 2017 um 17:40 Uhr